Kurstag 1: Am ersten Workshoptag beginnen wir mit der Arbeit an den von den Teilnehmer:innen mitgebrachten Objekten.
Einführung in Urushi-Lacke und ihre Anwendungen/ Vorbereitung zur Reparatur.
Reparaturstart: Schäden bewerten, Reinigung und erste Verbindung der Teile, die später mit Gold, Silber oder rotem Urushi-Lack überzogen wird. Maximale Größe der Stücke: 20x20x20 cm.
Zum Abschluss des ersten Tages führen wir den gesamten Prozess exemplarisch an kleinen antiken Stücken vor, die Kristina Mar eigens aus Kyoto mitbringt.
Kurstag 2: Die zweite Phase – in der die reparierten Bereiche geglättet und poliert werden – wird anhand von vom Kursleiter bereitgestellten Keramikstücken demonstriert. Jede Teilnehmer:in erhält ein kleines antikes Gefäss aus Kyoto-Yaki, das eigenständig fertiggestellt wird, einschliesslich des Auftragens der abschliessenden Gold- oder Farblack-Schicht.
Dieser Arbeitsschritt ist entscheidend, da er den Grad an Detailgenauigkeit und die Qualität des Endergebnisses bestimmt. Überschüssiges Material wird sorgfältig entfernt, und die reparierten Stellen werden präzise poliert, um sie optimal auf die finale Lackierung vorzubereiten. Anschliessend können Gold, Silber oder andere Metall- bzw. Pigmentverzierungen aufgetragen werden.
Für das Aushärten des Urushi-Lacks (von Tag1) ist eine Ruhezeit von etwa 10 Tagen erforderlich. Daher lernen die Teilnehmer:innen, wie ein sogenannter Muro, ein spezieller Feuchtraum zur Lackhärtung, eingerichtet wird, der in den verschiedenen Phasen der Kintsugi-Praxis eingesetzt wird.
Die Teilnehmer*innen setzen ihre, am ersten Tag begonnenen Arbeiten, etwa 10 Tage später, nach dem vollständigen Aushärten des Lacks, selbstständig zu Hause fort.
Aus diesem Grund empfehlen wir die Anschaffung eines entsprechenden Sets, damit die eigene Praxis auch nach dem Workshop weitergeführt werden kann.
Was müessen die Teilnehmer:innen mitbringen:
Ein zerbrochenes Keramikobjekt (max. Grösse 20x20x20cm) Weitere Objekte sind nicht im Preis inkludiert und werden separat verrechnet.
Kartonschachtel (grösser als die mitgebrachten Objekte)
Alte, langärmlige Schutzkleidung
Dieser Kurs ist für Teilnehmende ohne Vorkenntnisse in Kintsugi geeignet.
Auch Teilnehmende mit Erfahrung oder Praxis im Umgang mit Naturlacken sind willkommen und können ihre eigenen Arbeiten mitbringen.
Kristina Mar wurde 1964 in Portugal geboren. Sie absolvierte 1987 einen Abschluss im Formenbau für die Keramikindustrie. Danach studierte sie von 1988 bis 1990 Bildhauerei an der Kunsthochschule Porto. Von 1990 bis 1993 reiste er durch Asien und lebte in Macau, wo sie als Grafikdesigner arbeitete. 1994 war Kristina Künstlerin in Residenz im Shigaraki Ceramic Cultural Park und im Anschluss dazu arbeitete sie als Assistenzprofessorin an der Kyoto University of Art & Design. Seit 1999 lebt sie in Kyoto, Japan und ist dort als freischaffende Künsterlin tätig.
- Im Kurs wird mit Urushi Lack gearbeitet. Dieser kann Reizungen und Allergien auf der Haut auslösen. Wir schützen uns mit Latex Handschuhen und dichtem Baumwollpullover
- Kursleitung: Kristina Mar
- Sprache: Englisch, Portugiesisch und Japanisch
- Kursdauer: 10 Stunden
- Anzahl teilnehmende Personen: Min. 6, max. 10
- Die Materialkosten für die Anwendung sind inkludiert.
- Hinweis: Keine Gewährleistungsansprüche. Die Haftung obliegt den teilnehmenden Personen








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